
Kaum ein Satz fällt im Erstgespräch so oft wie dieser: „Für regelmäßige Videos haben wir gar nicht genug Themen.“
Dann laufen wir über das Gelände. Da wird eine Halle hochgezogen. Ein Azubi setzt seine erste Schweißnaht. Ein Meister erklärt einen Handgriff, den er seit 30 Jahren macht – besser als jedes Handbuch. Ihre Themen sind da. Für Sie sind sie nur Alltag.
Warum Sie Ihre eigenen Themen nicht sehen
Das hat einen Namen: Betriebsblindheit. Was man jeden Tag sieht, nimmt man irgendwann nicht mehr wahr. Die Maschine, die für Sie Routine ist, ist für einen Bewerber faszinierend. Der Ablauf, der für Ihr Team selbstverständlich ist, ist für einen Kunden der Beweis, dass Sie Ihr Handwerk verstehen.
Deshalb braucht es manchmal einen Blick von außen. Jemanden, der fragt: „Moment – was machen Sie da gerade?“
12 Videothemen, die schon da sind
Menschen
1. Der erste Tag. Neue Azubis oder Mitarbeitende an ihrem ersten Arbeitstag. Ehrlich, nervös, sympathisch – und das beste Recruiting-Argument, das es gibt.
2. Das Urgestein. Die Kollegin, die seit 25 Jahren dabei ist. Was hat sich verändert? Warum ist sie geblieben? Geschichten wie diese schaffen Vertrauen.
3. Ein Tag mit … Eine Person, ein Arbeitstag, 60 Sekunden. Zeigt, wie es bei Ihnen wirklich ist – besser als jede Stellenanzeige.
Projekte
4. Vom Spatenstich bis zur Abnahme. Ein Projekt über Wochen oder Monate begleitet, im Zeitraffer erzählt. Fortschritt ist eines der stärksten Motive überhaupt.
5. Vorher – nachher. Was war, was ist. Kurz, klar und sofort verständlich.
6. Das knifflige Problem. Ein Auftrag, bei dem nichts nach Plan lief – und wie Ihr Team ihn trotzdem gelöst hat. Zeigt Kompetenz, ohne anzugeben.
Know-how
7. Der Experten-Tipp. Eine Frage, die Kunden immer wieder stellen – in 30 Sekunden beantwortet. Macht Ihr Team zu Expertinnen und Experten.
8. Die neue Maschine. Investitionen zeigen, dass Sie nach vorne denken. Und Technik in Aktion sieht einfach gut aus.
9. Qualität im Detail. Prüfen, messen, nacharbeiten: Die Schritte, die niemand sieht, die aber den Unterschied machen.
Momente
10. Das Jubiläum. Firmenjubiläum, Dienstjubiläum, der hundertste Auftrag. Anlässe, die Ihr Team stolz machen.
11. Messe, Event, Tag der offenen Tür. Ohnehin geplant, ohnehin voller Menschen – und perfekt für kurze Clips.
12. Die Kundenstimme. Ein zufriedener Kunde, der in eigenen Worten erzählt, warum er mit Ihnen arbeitet. Glaubwürdiger geht es nicht.
„Menschen entscheiden sich für Menschen – nicht für Logos.“
— FORMAT54
Vom Thema zum System
Zwölf Themen – das ist im Grunde ein Video pro Monat. Der Trick ist, sie nicht einzeln zu denken, sondern als Serie: ein Leitfilm als Fundament, kurze Clips aus demselben Material, weitere Drehtage, wenn etwas passiert. So baut jedes Video auf dem vorherigen auf, statt jedes Mal bei null zu beginnen.
Wie das im Detail funktioniert, lesen Sie in unserem Beitrag Videostrategie für Unternehmen: Warum ein einzelner Film verpufft.
Und Ihr Team? Muss nichts auswendig lernen. Wir drehen bei der Arbeit, dokumentarisch, in echten Situationen. Wer nicht vor die Kamera will, muss nicht – es gibt immer jemanden, der gerne erzählt.
Häufige Fragen zu Videothemen
Welche Videos eignen sich für Unternehmen?
Am besten wirken Videos über echte Menschen, laufende Projekte, Fachwissen und besondere Momente – zum Beispiel der erste Tag der Azubis, ein Projekt vom Start bis zur Abnahme oder ein kurzer Experten-Tipp. Entscheidend ist, dass sie zeigen, wie Ihr Unternehmen wirklich arbeitet.
Was, wenn uns nach ein paar Monaten nichts mehr einfällt?
Das passiert seltener, als man denkt. In jedem Unternehmen entstehen laufend neue Projekte, neue Mitarbeitende und neue Anlässe. Bei regelmäßiger Zusammenarbeit behalten wir den Überblick und schlagen Themen vor.
Müssen Mitarbeitende vor die Kamera?
Nein. Niemand muss vor die Kamera, der das nicht möchte. Erfahrungsgemäß gibt es in jedem Team Menschen, die gerne erzählen – und oft sind das genau die, mit denen man am wenigsten gerechnet hat.
Wie viel Zeit kostet das unser Team?
Wenig. Wir drehen im laufenden Betrieb und richten uns nach Ihren Abläufen. Pro Drehtag braucht es vor allem einen festen Ansprechpartner und ein paar Menschen, die sich für kurze Gespräche Zeit nehmen.
Wie oft sollte ein Unternehmen Videos veröffentlichen?
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Menge. Ein neues Video pro Monat ist ein guter Rhythmus als Rückgrat, ergänzt durch weitere Beiträge auf Ihren Kanälen.
Sie glauben uns nicht?
Geben Sie uns einen Rundgang durch Ihr Unternehmen. Wir kommen mit einer Themenliste zurück – garantiert länger als zwölf Punkte.
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