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Azubis finden mit Video: Was auf TikTok und Instagram wirklich funktioniert

Die Ausbildungsstelle ist ausgeschrieben, auf der Website, bei der Agentur für Arbeit, vielleicht sogar in der Zeitung. Und dann passiert: nichts.

Das liegt selten an der Stelle. Es liegt daran, wo sie steht. Junge Menschen suchen ihren Ausbildungsbetrieb nicht mehr in Jobbörsen. Sie scrollen. Und wer dort nicht auftaucht, existiert für sie nicht.

Die gute Nachricht: Sie brauchen kein Werbebudget wie ein Konzern. Sie brauchen ehrliche Videos – und Ihre eigenen Azubis.

Freie Stellen, suchende Jugendliche – und keiner findet sich

Zwei Zahlen aus dem Ausbildungsmarkt 2025 passen auf den ersten Blick nicht zusammen: 54.400 Ausbildungsstellen blieben unbesetzt. Gleichzeitig hatten 84.400 junge Menschen noch keinen Platz gefunden – so viele wie seit 2010 nicht mehr (Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand 30. September 2025).

Es fehlen also nicht nur Bewerber. Betriebe und Jugendliche finden sich nicht. Oft wissen junge Menschen schlicht nicht, dass es den Betrieb um die Ecke gibt, was man dort macht und wie sich die Ausbildung anfühlt.

Genau hier setzen Videos an. Laut JIMplus-Studie sind YouTube, Instagram und TikTok die Plattformen, auf denen Jugendliche die meiste Zeit verbringen. Wer dort zeigt, wie Ausbildung bei ihm aussieht, wird gesehen – auch von denen, die nie aktiv nach einer Stelle gesucht hätten.

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Was in Azubi-Videos wirklich funktioniert

Die eigenen Azubis vor die Kamera. Eine 16-Jährige glaubt einem 18-Jährigen aus dem zweiten Lehrjahr mehr als jedem Geschäftsführer. Azubis sprechen die Sprache der Zielgruppe, ohne dass man sie ihnen beibringen muss.

Alltag statt Hochglanz. Wie sieht der erste Tag aus? Was macht man in der Werkstatt, im Labor, im Büro wirklich? Echte Einblicke schlagen inszenierte Imagebilder.

Die Fragen beantworten, die wirklich gestellt werden. Was verdient man? Wann ist Feierabend? Wird man übernommen? Wie nett ist das Team? Wer darauf offen antwortet, hebt sich von neun anderen Betrieben ab, die das verschweigen.

Für das Handy bauen. Hochformat, ein starker Einstieg in den ersten zwei Sekunden und Untertitel – viele schauen ohne Ton.

Dranbleiben. Ein einzelnes Video ist ein Versuch. Eine Serie, die regelmäßig kommt, baut ein Gesicht auf, das man wiedererkennt.

Die Bewerbung so einfach machen wie das Video. Wer nach 30 Sekunden Interesse hat, soll nicht erst ein Anschreiben formulieren müssen. Ein Link, ein Kurzformular oder ein Messenger-Kontakt reichen für den ersten Schritt.

Was Sie lassen sollten

  • Die Stellenanzeige vorlesen. Ein Chef vor dem Firmenlogo, der Anforderungen aufzählt, wird nach einer Sekunde weggewischt.
  • Jeden Trend mitmachen. Ein Tanz-Trend ohne Bezug zum Betrieb wirkt bemüht. Jugendliche merken sofort, wenn sich jemand verstellt.
  • Einmal posten und aufgeben. Reichweite wächst mit Regelmäßigkeit, nicht mit dem ersten Video.
  • Ein Video für alle Kanäle. Was auf TikTok funktioniert, funktioniert auf LinkedIn nicht automatisch – und umgekehrt. Aus einem Dreh lassen sich aber gut mehrere Versionen schneiden.
  • Die Einwilligung vergessen. Wer Azubis zeigt, braucht deren schriftliches Einverständnis, bei Minderjährigen zusätzlich das der Eltern. Das gehört vor den Drehtag, nicht danach.

„Die beste Stellenanzeige für Azubis ist ein Azubi, der erzählt, warum er gern hier lernt.“

— FORMAT54

Ein Drehtag, ein Monat Content

Sie müssen nicht jede Woche eine Kamera aufbauen. Mit guter Vorbereitung entsteht an einem Drehtag Material für viele Wochen. So gehen wir bei FORMAT54 vor:

  1. Themen mit den Azubis sammeln. Vor dem Dreh sprechen wir mit Ihren Azubis: Was hat sie überrascht? Was fragen Freunde sie über die Ausbildung? Daraus entstehen die Themen – und nebenbei merken wir, wer gern vor der Kamera steht.
  2. Ein Drehtag, gut geplant. Werkstatt, Pausenraum, Berufsschule, erster Arbeitstag, ein Tag im Leben: An einem Drehtag sammeln wir Szenen für viele kurze Clips. Wie Sie so einen Tag optimal vorbereiten, steht in unserer Drehtag-Checkliste.
  3. Eine Serie statt eines Einzelstücks. Aus dem Material schneiden wir mehrere Hochkant-Clips für TikTok, Instagram und YouTube Shorts – plus auf Wunsch einen Ausbildungsfilm im Querformat für die Karriereseite.
  4. Ein Plan für die Veröffentlichung. Damit die Clips nicht auf einmal verpuffen, sondern Woche für Woche erscheinen.

Posten können Sie selbst – oder Ihre Azubis übernehmen den Kanal. Viele Betriebe machen gute Erfahrungen damit, die Verantwortung genau denen zu geben, die die Zielgruppe am besten kennen.

Ideen, was sich außerdem filmen lässt, finden Sie in „Wir haben keine Themen.“ Doch, haben Sie. Warum Arbeitgebermarke insgesamt so wichtig geworden ist, lesen Sie in Warum Employer Branding?

Häufige Fragen zu Azubi-Videos

Auf welcher Plattform finde ich Azubis?

Dort, wo Jugendliche ihre Zeit verbringen: vor allem auf Instagram, TikTok und YouTube. Welcher Kanal für Sie der richtige ist, hängt von Region, Beruf und Zielgruppe ab. Oft lohnt es sich, mit einem Kanal zu starten und ihn regelmäßig zu bespielen, statt überall halb präsent zu sein.

Müssen die Videos professionell produziert sein?

Nein, sie müssen ehrlich sein. Professionell heißt bei Azubi-Videos nicht Hochglanz, sondern: guter Ton, ein klarer Einstieg, Untertitel und Geschichten, die funktionieren. Eine Produktion lohnt sich vor allem, um mit wenig Aufwand viel Material zu bekommen, das über Wochen trägt.

Was ist, wenn unsere Azubis nicht vor die Kamera wollen?

Niemand muss. Meist finden sich ein, zwei Azubis, die Lust darauf haben – das reicht. Andere helfen bei Ideen, sind nur im Hintergrund zu sehen oder sprechen aus dem Off. Wichtig ist eine schriftliche Einwilligung, bei Minderjährigen auch die der Eltern.

Wie oft sollten wir posten?

Regelmäßigkeit ist wichtiger als Menge. Ein fester Rhythmus, zum Beispiel ein bis zwei Clips pro Woche, ist besser als zehn Videos auf einmal und danach Funkstille. Mit einem gut geplanten Drehtag lässt sich so ein Rhythmus über Wochen halten.

Reicht nicht ein einzelner Recruiting-Film?

Ein Ausbildungsfilm auf der Karriereseite ist eine gute Basis, um Interessierte zu überzeugen. Damit junge Menschen überhaupt auf Ihren Betrieb aufmerksam werden, braucht es zusätzlich kurze Clips in den sozialen Netzwerken. Am effizientesten ist es, beides aus einem Dreh zu produzieren.

Sollen wir die Ausbildungsvergütung im Video nennen?

Wenn möglich, ja. Was man verdient, gehört zu den ersten Fragen, die sich junge Menschen stellen – und zu denen, die die meisten Betriebe offenlassen. Wer die Vergütung offen nennt, wirkt ehrlich und spart beiden Seiten Zeit. Das gilt auch für Zusatzleistungen wie Fahrtkosten, ein Jobticket oder Prämien für gute Noten.

Was passiert mit den Videos, wenn ein Azubi den Betrieb verlässt?

Das sollte vor dem Dreh geklärt sein. In der Einwilligung wird festgehalten, wo und wie lange die Aufnahmen genutzt werden dürfen. Planen Sie die Serie außerdem mit mehreren Gesichtern statt mit nur einem Star – dann lässt sich einzelnes Material austauschen, ohne dass der ganze Kanal neu anfangen muss.

Ihre Azubis sind Ihre beste Stellenanzeige.

Wir planen mit Ihnen einen Drehtag, der Ihre Ausbildung zeigt, wie sie wirklich ist – und liefern Clips für Wochen.

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